Aktuelles

Dr. Henrik Faatz mit Julius-Springer-Preis für Ophthalmologie geehrt

Mit dem Julius-Springer-Preis für Ophthalmologie wird jährlich eine herausragende wissenschaftliche Arbeit, die in der Zeitschrift „Der Ophthalmologe“ publiziert wurde, gewürdigt. In diesem Jahr erhielt Dr. Henrik Faatz vom Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital die mit 2500 € dotierte Auszeichnung. In seiner Pilotstudie untersuchte er bei 57 Patientinnen und Patienten, welchen Einfluss die CNV-Gefäßmorphologie auf die Entwicklung der Sehfähigkeit hat und wie hoch der Therapiebedarf durch Anti-VEGF-Spritzen ist.

Wir gratulieren Dr. Henrik Faatz ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.

Studie: Faatz, H., Gunnemann, M.-L., Rothaus, K., Book, M., Gutfleisch, M., Lommatzsch, A., Pauleikhoff, D. (2021): Einfluss der CNV-Gefäßmorphologie bei exsudativer altersabhängiger Makuladegenration auf die Visusentwicklung und den Anti-VEGF-Therapiebedarf nach 1 Jahr, erschienen in: Der Ophthalmologe 02/2021 (118: S. 154-161).

Neujahrsfortbildung 2022

Am 15. Januar 2022 findet die 23. Augenärztliche Neujahrfortbildung statt. Die Veranstaltung erfolgt in Präsenz im Atlantic-Hotel in Münster und wird parallel dazu online übertragen. Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie in Kürze hier.

Glückwünsche zur Habilitation

Die Uveitis ist eine entzündliche Augenerkrankung, die unterschiedliche Symptome, Ursachen und Verlaufsformen zeigen kann. Neben der diabetischen Retinopathie ist die Uveitis eine der häufigsten Erblindungsursachen bei Patienten im jungen Erwachsenenalter. Eine präzise Diagnosestellung ist die entscheidende Basis für eine individuelle Therapie.

Frau Priv.-Doz. Dr. med. Karoline Walscheid beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren sowohl klinisch als auch

wissenschaftlich mit verschiedenen Uveitisformen. Mit der erfolgreichen Einreichung der Habilitationsschrift „Klinik und Pathogenese nicht-infektiöser Uveitiserkrankungen“ sowie der Antrittsvorlesung an der Universität Duisburg-Essen hat Frau PD Dr. med. Walscheid ihr Habilitationsverfahren abgeschlossen und die Venia Legendi verliehen bekommen.

Wir freuen uns mit Frau PD Dr. med. Walscheid und gratulieren ihr ganz herzlich!

4. Retina Update sehr gut besucht – wertvoller Austausch auf hohem fachlichem Niveau

Mehr als 570 TeilnehmerInnen folgten der Einladung des Augenzentrums am St. Franziskus-Hospital zum 4. Retina Update. Rund 120 Gäste konnten wir (mit 3G Nachweis) in Münster persönlich begrüßen, weitere 450 TeilnehmerInnen hatten sich digital zugeschaltet.

Hochkarätige Referenten gaben Einblicke in neueste Entwicklungen im Bereich der Retinologie. Das Themenspektrum reichte von der anti-VEGF-Therapie, über die Behandlung von diabetischen Krankheitsbildern bis hin zu Handlungsoptionen bei Venenverschlüssen oder Makulaforamina. Weiter ging es mit Neuerungen im Bereich der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) sowie chirurgischen Eingriffen bei Netzhautablösungen (ablatio retinae).

Die Referenten stellten sich nach den Vorträgen den Fragen der Teilnehmer. Über eine Chatfunktion konnten auch die digital zugeschalteten Kollegen Fragen einreichen. Dies und die Paneldiskussionen nach jedem Vortragsblock sorgten für einen lebendigen wissenschaftlichen Austausch.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Teilnehmern und Referenten für kurzweilige Vorträge und einen konstruktiven Austausch. Ebenso gilt unser Dank den Sponsoren für die finanzielle Unterstützung sowie der Kongressorganisation für den reibungslosen Ablauf.

Alle Fotos: Michael Mücke, MCC Halle Münsterland

Glaukom erfolgreich behandeln – mehr als nur Augeninnendruck

Welche Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten gibt es für die Behandlung von Glaukompatienten? Mehr als 180 Teilnehmer haben sich am Samstag, 8. Mai 2021, zum 2. Glaukomzirkel, der in diesem Jahr live online stattfand, zusammengefunden, um dieser Frage nachzugehen und sich über weitere Entwicklungen fortzubilden.

Namhafte Referenten gewährten in 14 Vorträgen spannende Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Glaukoms.

Eine Glaukomerkrankung ist mehr als ein Anstieg des Augeninnendrucks. So sind OCT-Aufnahmen mittlerweile fester Bestandteil der Diagnostik, diese bieten aber auch einige zu beachtende Fallstricke. Welche Rolle spielt die Ermittlung des Gesichtsfeldes und wie kann Künstliche Intelligenz helfen? Einblicke in die Diagnostik und Antworten auf einige Fragen lieferten Prof. Dr. Carsten Heinz, Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch, Dr. Karen Glandorf, PD Dr. Christian van Oterendorp, Prof. Dr. Christian Mardin, PD. Dr. Suphi Taneri und Prof. Dr. Ulrich Kellner.

Einblicke in die Behandlungsmöglichkeiten mittels Rho-Kinaseinhibitoren gewährte PD Dr. Claudia Lommatzsch. Über operative Methoden von der Lasertheraphie bis hin zu der Implantation von Drainagen berichteten Dr. Marc Mackert, Prof. Dr. Markus Kohlhaas, Prof. Dr. Swaantje Grisanti und Prof. Dr. Arnd Heiligenhaus.

Über die Betreuung und Behandlung ganz junger Glaukompatienten referierte Prof. Dr. Esther Hoffmann. Dr. Michael Froböse, Peter Mussinghoff und PD Dr. Claudia Lommatzsch gaben Einblicke in die Zusammenarbeit von konservativ und operativ behandelnden Augenärzten.

Für Medizinische Fachangestellte fand zusätzlich ein Workshop zum Thema Glaukomportal unter der Leitung von Charlotte Ohlmeier und Dr. Martin Kotula statt. Hier fand ein reger Austausch über die Grundlagen zu der Glaukomerkrankung und die Durchführung einer OCT-Glaukombildgebung statt. Sarah Makowski erklärte, was es bei der Bearbeitung im Glaukomportal zum Austausch von Patientendaten zu beachten gibt.

Die Veranstaltung fand großen Anklang. Da die Teilnehmer während der Live-Veranstaltung Fragen im Chat einreichen konnten, fand eine rege Diskussion mit den Referenten vor Ort und digital statt.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für ihr Interesse und bei den Sponsoren für die finanzielle Unterstützung des Glaukomzirkels!

Erste Online-Neujahrsfortbildung erhält viel Zuspruch

Mehr als 350 Teilnehmer zählte die 22. Augenärztliche Neujahrsfortbildung am 9. Januar 2021. Die Fortbildung fand erstmals online statt – das bewährte inhaltliche Konzept wurde beibehalten. Das klinisch-wissenschaftliche Programm spiegelte die einzelnen Schwerpunktthemen wider.

Den Start übernahmen Prof. Dr. Pauleikhoff, Dr. Spital, Dr. Gutfleisch und Prof. Dr. Lommatzsch aus dem Hinteren Augenabschnitt. Das thematische Spektrum reichte von der Therapie der nAMD und seltenen Netzhauterkrankungen über künstliche Intelligenz in der Augenheilkunde bis hin zu der Frage, wann bei einer epiretinalen Membran eine OP angezeigt ist. Dr. Ziegler und Dr. Faatz ergänzten die Vorträge durch Fallvorstellungen aus der Praxis.

Anschließend übernahmen die Fachärzte aus dem Vorderen Augenabschnitt das Mikrofon. Prof. Dr. Heinz informierte über Therapiemöglichkeiten des trockenen Auges, PD Dr. Lommatzsch und Dr. Koch berichteten über bisherige Erkenntnisse aus einem Dunkelkammertest für Glaukompatienten. „Wie gut ist unsere Refraktion?“ – dieser Frage ging PD Dr. Taneri nach. Prof. Dr. Heiligenhaus und Dr. Walscheid referierten über Behandlungsleitlinien zur intermediären Uveitis und dem Uveitis Maskerade Syndrom.

Nach den Vorträgen beanworteten die Referenten Fragen der Teilnehmer, die über einen Chat eingegangen waren.

Hier finden haben wir noch einige Impressionen der Neujahrsfortbildung für Sie zusammengestellt.

Wenn wir den Rückmeldungen der Teilnehmer und auch der Sponsoren glauben dürfen, ist die Veranstaltung auch in diesem für uns neuen Format gut angekommen. Herzlichen Dank allen Beteiligten!

 

Künstliche Intelligenz – Projekt Deep Eye auf Erfolgskurs

Westphalia DataLab (WDL) hat mit dem Projekt „Deep Eye“ den Deutschen KI-Preis 2020 in der Kategorie Anwenderpreis „KI – die Zukunftstechnik für Deutschlands Schlüsselindustrie“ gewonnen. Im Wettbewerb um den deutschen KI-Preis trat das Start-Up Unternehmen WDL mit dem Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital in Münster und dem gemeinsamen Projekt „Deep Eye“ an und hat sich dabei gegen namhafte deutsche Unternehmen wie Bosch, Lufthansa und BMW durchgesetzt. Anfang Oktober erfolgte nun bei einer Veranstaltung im Journalisten Club des Axel Springer Verlags die Auszeichnung durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Glückliche Sieger: Philip Vospeter, Prof. Dr. Reiner Kurzhals (beide WDL), Dr. med. Matthias Gutfleisch und Peter Mussinghoff (beide Augenzentrum, v.l.). Foto: Viviane Wild

Das Projekt Deep Eye

Das Deep Eye AMD-Projekt zielt darauf ab, KI-Algorithmen zur individuellen Differenzierung von behandlungsbedürftigen und nicht-behandlungsbedürftigen Befunden bei Vorliegen einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) und zur Vorhersage von Behandlungsintervallen im Rahmen der IVOM-Therapie zu entwickeln, ein im Moment einzigartiger Ansatz zur Entwicklung eines Entscheidungsassistenten für Augenärzte.

Aus der Corona-Krise in die Corona-Normalität

Das Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital hat sich mit einem Bericht über die bisherige Bewältigung der Corona-Pandemie an der Ausgabe iX-Forum 03/2020  „Corona – Lessons Learned“ Bericht beteiligt. „Positiver Corona-Test bei Herrn K.! Alle OPs für Montag werden abgesetzt.“ Das saß. Noch bevor die Schulen und Kindergärten in NRW geschlossen wurden, hatte das Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital in Münster den ersten Corona-Fall, so Teresa Kues und Dr. Jörg Koch. Den vollständigen Text finden Sie hier.

Prüfungsbester Medizinischer Fachangestellter

Unser Mitarbeiter Tim Engels hat seine Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten mit der Note „sehr gut“ und damit als Prüfungsbester abgeschlossen. Für seine herausragende Prüfungsleistung erhielt er eine Urkunde der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Zur erfolgreichen Prüfung gratulierte Dr. med. Koch im Namen des gesamten Teams des Augenzentrums am St. Franziskus-Hospital ganz herzlich.

Wir freuen uns, dass wir Tim Engels nun als neuen Mitarbeiter bei uns begrüßen können und wünschen ihm alles Gute!

Glückwünsche zur Habilitation

Das Glaukom (Grüner Star) ist eine krankhafte Veränderung des Sehnervs und eine der häufigsten Ursachen für eine irreversible Erblindung. Daher ist eine frühzeitige Erkennung und gute Verlaufskontrollen von großer Bedeutung für den weiteren Krankheitsverlauf. Neben der Messung des Augeninnendrucks oder der Betrachtung des Sehnervenkopfes spielt die bildgebende Diagnostik, insbesondere die Optische Kohärenztomographie (OCT), eine entscheidende Rolle.

Frau Priv.-Doz. Dr. med. Claudia Lommatzsch beschäftigt sich in unserem Augenzentrum sowohl klinisch als auch wissenschaftlich schwerpunktmäßig mit der Glaukomerkrankung. Der inhaltliche Fokus ihrer Habilitation lag auf der Bildgebung bei Glaukomerkrankungen, besonders auf einem neueren bildgebenden Verfahren, der Optischen Kohärenzentomographie-Angiographie (OCT-A). Wie wird die bildgebende Diagnostik sinnvoll eingesetzt und wie sind die Bilder zu interpretieren?

Frau PD Dr. Lommatzsch konnte nun ihre Antrittsvorlesung zum Thema „Paradigmenwechsel in der Glaukomdiagnostik: vom Kokain zur Kohärenz“ halten. Mit der Verfassung der Habilitationsschrift „Neue Erkenntnisse durch die Optische Kohärenztomographie-Angiographie beim Glaukom“ sowie die Prüfung durch die Habilitationskommission der Universität zu Lübeck hat sie ihr Habilitationsverfahren erfolgreich abschließen können. Damit hat sie nun auch die Lehrbefugnis durch Verleihung der Venia Legendi erworben.

Wir freuen uns mit Frau PD Dr. Lommatzsch und gratulieren ganz herzlich!